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Donnerstag, 14. Oktober 2010

Der SolarEis-Speicher zählt zu den Heizsystemen mit besonders hohem Wirkungsgrad

Kategorie: Alternative Heiztechnik – admin – 10:30

Friedrichshafen -  Neue Heizungen braucht das Land – darin sind sich Regierung, Umweltverbände und auch die meisten Hauseigentümer einig. Das hochgesteckte Ziel: eine ausgeglichene Energiebilanz bei Neu- und Bestandsbauten bis zum Jahr 2020. Doch zwei Fragen bleiben dabei offen: Wird es auch künftig noch staatliche Fördermittel für den Neu- und Umbau von Heizanlagen geben? Und: Mit welchem Anlagentyp lohnt sich die Investition wirklich?

Zumindest auf die zweite Frage haben Wissenschaftler nun eine Antwort gefunden. Im Wirrwarr der zahlreichen Angebote umweltschonender Heizsysteme wie Pelletkessel, herkömmlicher Wärmepumpen oder sogenannter Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen kristallisiert sich eine besonders innovative Technologie als möglicher Favorit heraus: der SolarEis-Speicher.

Dabei handelt es sich um einen unterirdischen Wassertank, der Energie gleich aus mehreren regenerativen Energiequellen speichert: aus Sonnenkraft, Lufttemperatur und Erdwärme. Gewonnen werden diese Energien durch einen auf dem Dach montierten Luft-/Sonnenkollektor und über die Erdwärme in unmittelbarer Umgebung des – meist unter der Garage versenkten – Eisspeichertanks. Schließlich wird die auch über längere Zeit speicherfähige Energie durch einen Wärmetauscher in einer Art „umgekehrter Kühlschrankfunktion“ in Heizwärme verwandelt und über eine Wärmepumpe an das Gebäude abgegeben.

Die Wärmepumpe selbst wird – bei äußerst geringem Bedarf an Betriebsenergie – mit Gas (zum Beispiel Biogas) betrieben. Um die übrigen natürlichen Energiequellen Sonne, Luft und Erdwärme besonders effizient nutzen zu können, greift das SolarEis-System auf den physikalischen Effekt der sogenannten Kristallisationswärme zurück, der beim Gefrieren von Wasser auftritt: Bei diesem Prozess wird ebensoviel Energie frei wie sie auch dann entsteht, wenn man 80 Grad heißem Wasser die Wärme bis auf Null Grad entzieht. Auf diese Weise können die Heizkosten für Einfamilienhäuser auf circa 30 Euro pro Monat gesenkt werden. Im Sommer fungiert der SolarEis-Speicher zusätzlich als nahezu kostenneutrale „Klimaanlage“. Damit gelang dem Erfinder Alexander von Rohr ein Durchbruch auf dem Gebiet der Heiz- und Klimatechnik. Mit seiner Firma isocal HeizKühlsysteme GmbH aus Friedrichshafen kann sich einmal mehr ein deutsches Unternehmen in der Welt als Technologieführer in Sachen nachhaltiges Bauen und energieeffiziente Gebäudetechnik präsentieren.

Auch für Dr. Sylvia Schädlich vom Institut für Energie-, Kälte- und Klimatechnik (InEKK) in Gladbeck gehört die Eisspeicher-Heizung zu den wichtigsten Entwicklungen auf dem Gebiet der CO2-neutralen Gebäudetechnik: „Bei normalen Solaranlagen wird Wärme mit hoher Temperatur genutzt … aber die Solaranlage liefert auch noch Wärme, wenn die Temperatur zu niedrig ist für eine direkte Nutzung im Heizsystem. Der Vorteil der Eisheizung liegt einfach darin, dass man diese geringe Wärme durch einen Eisspeicher in Verbindung mit einer Wärmepumpe auch noch ausnutzen kann,“ so Institutsleiterin Sylvia Schädlich im ARD-Ratgebermagazin „Bauen und Wohnen“.

Im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) untersucht das InEKK derzeit die Wirkungsweise und Effizienz des Eisspeicher- Systems in der Praxis. Als Untersuchungsobjekt für die auf 30 Monate angelegte Feldstudie dient den Wissenschaftlern dabei ein 4-Sterne-Hotel am Bodensee: Der Heiz- und Kühlbedarf der 55 Zimmer, drei Konferenzräume, einer Bar, zwei Restaurants, zwei Küchen und eines Wellnessbereichs mit Swimmingpool wird vollständig durch einen SolarEis-Speicher der Firma isocal abgedeckt – insgesamt 500 Kilowatt.In einer ersten Zwischenbilanz stellte das Team um Dr. Sylvia Schädlich dabei eine erstaunliche Energieeffizienz des SolarEis-Speichersystems fest: „Durch die Kombination aus Gas-Absorptionswärmepumpe und saisonalem Eisspeicher kann aufgrund der gleichzeitigen Nutzung von Wärme und Kälte eine Gesamteffizienz von über 200 Prozent, bezogen auf die eingesetzte Primärenergie, erreicht werden,“ so das InEKK in einer Stellungnahme.

Ein weiteres unabhängiges Institut bescheinigte dem SolarEis-Speicher unterdessen ebenfalls einen besonders hohen Wirkungsgrad: Demnach liegt die am kompletten System ermittelte Jahresarbeitszahl – vor allem dank der angeschlossenen Solaranlage – mit einem Wert von 5,46 deutlich über dem Wirkungsgrad einer herkömmlichen Erdsonden-Wärmepumpe. Errechnet wurde dieser bislang unerreichte Wert auf Basis der Richtlinie 4650 des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI). Damit stößt der SolarEis-Speicher nun auch die bisherige Nummer eins in Sachen energieeffizientes Heizen vom Thron – und kann zugleich mit weiteren Vorteilen aufwarten: „Von einem unterirdischen Wasserspeicher gehen keine Gefahren für das Grundwasser aus, ein Genehmigungsverfahren wie bei Erdbohrungen entfällt,“ so isocal-Geschäftsführer Alexander von Rohr.

Kein Wunder, dass nicht nur zahlreiche Unternehmen auf den SolarEis-Speicher setzen, sondern auch öffentliche Einrichtungen wie etwa das „Kompetenzzentrum für Erdgasgewinnung“ der Handwerkskammer Hamburg oder das in einem Wasserschutzgebiet gelegene neue Stuttgarter Stadtarchiv. Neben solchen Großprojekten kommt der SolarEis-Speicher jedoch hauptsächlich in Eigenheimen zum Einsatz. 

Weitere Infos: http://www.isocal.deÜber isocal
isocal wurde im Jahr 2005 von Alexander von Rohr gegründet. Seine Vision, ein umweltfreundliches Energiekonzept zu einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis zu entwickeln, wurde mit seiner Erfindung des SolarEis-Systems Wirklichkeit.
isocal ist Marktführer für innovative, umweltschonende und hocheffiziente Lösungen von Heiz- und Kühlsystemen auf Basis einer innovativen Speichertechnologie, die Energie über viele Monate im kostengünstigsten Speichermedium, nämlich Wasser, konserviert.

Donnerstag, 07. Oktober 2010

„Ökogas”: CO2-neutrales Erdgas

Kategorie: Allgemein – admin – 07:46

Verschiedene Gasversorger bieten ihren Kunden seit kurzem ein sogenanntes Ökogas-Produkt an, das nach Angaben der Unternehmen neutrale CO2-Bilanz aufweist. Da beim Verbrennen von Erdgas aber notwendigerweise Kohlendioxid als Nebenprodukt anfällt, müssen die Anbieter dazu einen Kunstgriff nutzen.

Der Kunstgriff der Unternehmen besteht darin, bei jedem Verkauf eines Ökogas-Produkts in ein Emissionsminderungsprojekt zu investieren. Diese Projekte sollen sicherstellen, dass die gleiche Menge an CO2, die beim Verbrennen des herkömmlichen Erdgases entsteht, der Atmosphäre wieder entzogen wird. Ökogas sollte deshalb nicht mit Biogas verwechselt werden, warnt das Internetportal Gastipp.de.

Der Gasanbieter Entega nutzt bei beispielsweise bei seinem Ökogas-Produkt „NaturBalance“ ein kanadisches Waldsanierungs- und Aufforstungsprogramm. Im Rahmen dieses Programms werden durch das Pflanzen von Bäumen Emissionsminderungszertifikate erzeugt, die Entega im Anschluss einkauft. Darüber hinaus können Verbraucher mit dem „Natur Balance“-Tarif sparen, denn der Ökogas-Tarif liegt bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden noch unter dem herkömmlichen „Clever Gas“-Tarif. 

Der Konkurrent Mainova arbeitet hingegen mit einem Tochterunternehmen des WWF, First Climate, zusammen, um die CO2-Neutralität seines Ökogas-Produkts „Klima plus“ sicherzustellen. First Climate unterstützt mehrere Umweltschutzprojekte, beispielsweise Windkraftanlagen in der Türkei. Angedacht sind außerdem Biogasanlagen in Indien und Solaranlagen im Senegal.

Mainova berechnet für den CO2-Ausgleich 0,35 Cent pro Kilowattstunde zusätzlich. Bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden kostet das Ökogas rund 70 Euro mehr im Jahr. 

Gasanbieter wechseln und ohne Gas dastehen?

Kategorie: Energiespartipps – admin – 07:45

Besteht die Gefahr beim Gasanbieter wechseln, dass man am Ende überhaupt kein Gas mehr geliefert bekommt? Diese Frage hört im Zusammenhang mit dem Wechsel des Gasanbieters immer wieder. Die eindeutige Antwort lautet: Nein. Es besteht zu keinem Zeitpunkt beim Gasanbieter wechseln die Gefahr, dass die Gaslieferung eingestellt wird.

Diese Gewissheit gründet sich auf die gesetzlich festgeschriebene Versorgungsgarantie der Grundversorger. Diese verpflichtet den lokalen Grundversorger, die Gaslieferungen zu übernehmen, sobald  ein anderer Gasversorger diese - warum auch immer - nicht mehr gewährleisten kann. Die Angst davor, beim Gasanbieter wechseln plötzlich überhaupt kein Gas mehr geliefert zu bekommen, ist also völlig unbegründet, wie das Internetportal Gastipp.de versichert.

Gasanbieter wechseln ohne Risiko

Auch von dem Übergang von einem Gasanbieter zum nächsten werden Sie keine Unterschied spüren, außer, dass Sie die Rechnung von dem neuen statt dem alten Gasanbieter bekommen und mehr Geld in der Haushaltskasse haben. Die technische Grundlage bleibt nämlich dieselbe. Der neue Gasanbieter mietet nämlich die Gasleitung zu Ihrem Haus und den Gaszähler vom lokalen Grundversorger. Auch die Wartung der Technik wird weiterhin vom lokalen Grundversorger durchgeführt.

 Von all den notwendigen Änderungen hinter den Kulissen bekommen Sie beim Gasanbieter wechseln allerdings nichts mit: Die Mietverträge zwischen dem altem und dem neuen Gasanbieter regeln die Firmen unter sich. Sie bekommen nach wie vor nur die eine Rechnung Ihres neuen Gasanbieters, in der Ihr Gasverbrauch abgerechnet wird.

 Gasanbieter wechseln stärkt Wettbewerb und drückt Preise

Durch Gasanbieter wechseln tragen Verbraucher entscheidend dazu bei, dass der Wettbewerb intensiver wird. Wirksamer Wettbewerb und günstige Angebote entwickeln sich nur, wenn Verbraucher Angebote vergleichen und bestehende Möglichkeiten zum Lieferantenwechsel nutzen.