Zehn Dinge, die Sie beim Kauf von Holzpellets unbedingt wissen sollten
Holzpellets sind der ideale Brennstoff und bieten deutliche Vorteile gegenüber Gas und Öl. Trotzdem gibt es ein paar Dinge zu beachten, da es ähnlich wie beim Heizöl Qualitätsunterschiede gibt.Hier die zehn wichtigsten Punkte zum Thema Pelletkauf, vorgestellt von der Zieglmeier Energie GmbH, dem Spezialisten für Pellets und Holzenergie.
- Holzpellets: Aus Hackschnitzeln bzw. Sägespänen verschiedener Hölzer werden die Holzpellets mit hohem Druck und ohne Zusatz chemischer Bindemittel zu kleinen zylindrischen Stäbchen gepresst. Sie sind zu 100 Prozent CO2-neutral und damit ein sehr klimafreundlicher Brennstoff. Es ist aber nicht jedes Pellet für jede Heizung geeignet. Wer wissentlich Holzpellets verfeuert, die nicht den Vorgaben des Pelletofenherstellers entsprechen, verliert unter Umständen seinen Garantieanspruch. Informieren Sie sich also vor dem Kauf und achten Sie auf die Empfehlungen des Herstellers.
- Die richtige Länge: Die Holzpellets gibt es in verschiedenen Stärken (6-10 mm) und verschiedenen Längen bis 50 mm. Bei automatischer Zuführung gilt es zu beachten: Die Holzpellets sollten möglichst kürzer sein als der minimale Durchmesser des Zuführungsrohres. Ansonsten können sich die Pellets im Rohr verkanten.
- DIN: Holzpellets sind ein genormter Brennstoff. Das heißt, es gibt bestimmte Qualitätskriterien, die Holzpellets entweder nach DIN 51731 oder nach DIN Plus in Deutschland erfüllen müssen. Bei der Prüfung der Holzpellets werden Werte gemessen wie Durchmesser, Länge, Rohdichte, Wassergehalt, Heizwert, Aschegehalt, Schwefelgehalt, Stickstoffgehalt, Chlorgehalt, Abrieb, Presshilfsmittel, Verunreinigungen, Fremdstoffe und die Kennzeichnung. Diese Werte haben nicht nur Einfluss auf die ökologische Bilanz einer Pelletheizung, sie beeinflussen wesentlich den Wir-kungsgrad der Heizung. Holzpellets minderer Qualität sind im Einkauf zwar billiger, erhöhen aber deutlich die Emissionen und den Verbrauch. Bald soll es eine EU-weit gültige Norm geben, die CEN/TS 14961 für feste Biobrennstoffe, die alle nationalen Normen für Pellets wie die deutsche DIN 51731 und die österreichische Ö-Norm aufhebt. Qualitätszeichen wie das DIN-plus-Label, das durch den freiwilligen Zusam-menschluss von Herstellern entstanden ist, wird es weiterhin geben. Allerdings müssen deren Kriterien an die neue Norm angepasst werden. Bei wichtigen Qualitätskenngrößen für Holzpellets wie Abrieb und Aschegehalt sollen die Grenzwerte noch anspruchsvoller werden.
- DIN 51731: Die in Deutschland noch zu findende DIN 51731 lässt sehr viele Freiräume. Das liegt sowohl an den großzügigen Grenzwerten als auch an der nicht stattfindenden externen Kontrolle der Endprodukte. Der Pellethersteller muss nur einmal eine Probe zertifizieren lassen, besteht sie die Prüfung, dürfen alle von ihm produzierten Holzpellets als DIN-51731-Ware deklariert werden. Es gibt leider unseriöse Anbieter, die diese Lücke nutzen, um minderwertige Holzpellets zu verkaufen.
- DIN plus: Die neuere und wesentlich strengere DIN plus umfasst zusätzlich ein Zertifizierungsprogramm. Neben der vorgeschriebenen Produktqualität wird des-halb auch die laufende Produktion der Holzpellets vor Ort ständig auf Einhaltung der Qualitätskriterien überprüft.
- Zulässiger Abrieb: Die DIN 51731 lässt offen, welchen Abrieb ein Holzpellet haben darf. Viele Hersteller von Pelletöfen geben an, dass der Abrieb der Holzpellets nicht höher als 2,5 Prozent sein sollte, um einen störungsfreien Betrieb der Heizungsanla-ge zu gewährleisten. Nach DIN plus sollte der Abrieb nach dem Beladen des Liefer-fahrzeugs kleiner ein Prozent sein und nach dem Abladen kleiner 2,3 Prozent. Zur Messung wird ein Spezialmessgerät benötigt.
- Restfeuchte: Ein höherer Wasseranteil verbraucht mehr Energie beim Verbrennen und der Kunde bezahlt zusätzlich das höhere Gewicht. Die DIN 51731 fordert maximal zwölf Prozent Wassergehalt, allerdings bieten die meisten Hersteller Holzpellets in der Regel mit unter zehn Prozent Wassergehalt an. Dies entspricht der DIN-plus-Zertifizierung. Zur Messung wird ein Spezialmessgerät benötigt.
- Staubentwicklung: Es ist völlig normal, dass beim Einblasen der Holzpellets in den Speicher Staub aufgewirbelt wird. Das lässt keine Aussage über die Qualität der Pellets zu.
- Optische Qualitätsprüfung: Wer keine Messgeräte zur Hand hat, kann einen ersten Eindruck über die Qualität eines Holzpellets vom Aussehen des Pellets ableiten. Für gute Qualität steht in der Regel eine glatte, leicht glänzende Oberfläche, die keine Längsrisse aufweist. Schwimmtests, wie sie zu Zeiten der Inquisition angewandt wurden, taugen auch heute nicht zur Wahrheitsfindung. Ob Pellets im Wasser untergehen oder nicht, sagt nichts über die Qualität der Pellets aus. Einen Hinweis kann eventuell die Eintrübung des Wassers geben. Bei guter Qualität wird das Wasser wieder fast klar, bei schlechter Qualität entsteht eine trübe, braune Brühe. Die Farbe der Pellets hilft nicht weiter, sondern lässt lediglich Rückschlüsse auf die verwendete Holzart zu.
- Wahl des Händlers: Pelletkauf ist Vertrauenssache. Kaufen Sie deshalb nur bei seriösen DIN-plus-zertifizierten Händlern. Sollte man sich wirklich unsicher über die angebotene Qualität der Holzpellets sein, kann man seinem Heizungshersteller eine Probe der Pellets zur Kontrolle und Freigabe zukommen lassen. Achten Sie außerdem auf die korrekte Deklaration der Ware mit “DIN plus” oder “DIN 51731″. Lassen Sie sich nicht von Formulierungen wie “unsere DIN-51731-Ware entspricht den Anforderungen nach DIN plus” irreführen! Entweder ist es DIN-plus-Ware - oder eben nicht.
Quelle: www.presseanzeiger.de









Ich habe ehrlich gesagt noch garnicht darüber nachgedacht, dass es bei Pellets so große Qualitätsunterschiede gibt. An dieser Stelle ist es mit Sicherheit zu begrüßen, dass sich der Gesetzgeber einmischt und eine EU-Weite Norm einführt.
Kommentar von Mr. Wärmepumpe — Montag, 30. August 2010 @ 10:56