Wenn die ganz heißen Tage des Jahres anbrechen, beginnt die Saison der Sanierer. “Der Sommer mit seiner beständigen, meist trockenen und vor allem warmen Witterung ist genau die richtige Zeit, um größere Sanierungen am Haus anzugehen”, erklärt Dipl.-Ing. Dirk Mobers, Themenfeldleiter energieeffizientes Bauen bei der EnergieAgentur.NRW. Vor allem die “Großprojekte” wie Dämmung, Erneuerung der Heizungsanlage oder Austausch von Fenstern lassen sich angenehmer im Sommer ausführen.
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Dormagen macht es vor: Neue Lampen, neue Technik - und die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung sind um 44 Prozent gesunken. Ein Jahr nach der Sanierung der Straßenbeleuchtung kann das Fazit kaum positiver ausfallen. Für rund 670.000 Euro wurden u.a. 5.000 Lampen gegen Natriumhochdrucklampen ausgetauscht, 350 Langfeldleuchten erneuert und 4.500 Vorschaltgeräte installiert. Die Sanierung wurde per Contracting finanziert. Das Ergebnis nach einem Jahr: Der Verbrauch sank um 1,4 Millionen kWh, die Stromrechnung wurde um über 300.000 Euro/a reduziert. Die Stadt Dormagen wurde durch die EnergieAgentur.NRW Projekt begleitend beraten.
Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW unterstreicht die energetische Notwendigkeit einer zeitgemäßen Straßenbeleuchtung. “Die Beleuchtung ist ein Paradebeispiel für die Veränderungen der technischen Rahmenbedingungen. Der Sanierungsbedarf in praktisch allen Bereichen der Beleuchtung ist immens.” Nach Schätzungen des Fachverbandes Elektroleuchten und Elektrische Lampen werde in 50 Prozent der deutschen Kommunen noch Straßenbeleuchtungen betrieben, die auf dem technischen Stand der 1960er Jahre sind. Nur drei Prozent der Effizienz-”Oldtimer” würden jährlich ersetzt, so Hüttenhölscher. Das deutschlandweite Einsparpotential wird auf 2,7 Milliarden kWh, bzw. rund 400 Millionen Euro geschätzt.
Der museale Charme mancher Städte wird spätestens dann unpraktisch, wenn die ineffiziente Beleuchtung zum Sicherheitsrisiko für den nächtlichen Straßenverkehr wird. “Dabei sind Alternativen technisch ausgereift und im Einsatz bewährt”, so Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher. Längst sind dimmbare Systeme durch Spannungsabsenkung im Einsatz, bei denen in Nachtphasen mit geringem Verkehrsaufkommen die Helligkeit (unmerklich) und der Stromverbrauch (spürbar) reduziert werden. In Düsseldorf werden inzwischen an zwei Standorten in Pilotprojekten Lumineszens- oder Leuchtdioden (LED) zur Straßenbeleuchtung eingesetzt. Nach den ersten Erfahrungen aus Düsseldorf bringen LED gegenüber DIN-gerechten Beleuchtungen auf Gas-Basis eine Einsparung von ca. 1.800 Euro/a pro Straßenzug.
Das Bundesumweltministerium fördert mit dem Programm “Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung” die Sanierung der kommunalen Straßenbeleuchtung mit einem Zuschuss von 25 Prozent der Invest-Summe, sofern die Stromeinsparung mindestens 30 Prozent beträgt.
Quelle: http://www.ea-nrw.de
Die EnergieAgentur.NRW hat ein Info-Tool entwickelt, das über die Nutzungvarianten Erneuerbarer Energien sowie mögliche Alternativen im Rahmen der gesetzlichen Verpflichtungen für Neubauten informiert. Wer Bauherr ist oder bald werden möchte, erhält wichtige Hinweise, wie sich an einem Neubau die Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) erfüllen lassen. (weiterlesen…)